Abfindungsatlas 2025

In diesen Gruppen und Regionen werden die höchsten Abfindungen gezahlt

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Die Abfindung ist für viele Beschäftigte das eine entscheidende Thema bei der Verhandlung um das Ende eines Arbeitsverhältnisses. Doch wer in Deutschland wie viel Abfindung erhält, ist keineswegs zufällig, sondern hängt stark von Faktoren wie Alter, Geschlecht oder Einkommen ab. Der Abfindungsatlas 2025 von Allright liefert aktuelle Daten und zeigt, welche Faktoren die Höhe maßgeblich beeinflussen.

Ost vs West

Abfindung nach Regionen im Vergleich

Der Allright Abfindungsatlas zeigt nicht nur Einblicke in die durchschnittliche Abfindung, sondern einen klaren Unterschied zwischen Ost- und Westdeutschland. Interessanterweise haben sich die Unterschiede hier weiter verringert, auch wenn der Westen im Schnitt noch vorn liegt.

Beschäftigte in Ostdeutschland erhielten eine durchschnittliche Abfindung von 5.990 Euro, der Faktor lag bei 0,49.
In Westdeutschland belief sich die durchschnittliche Abfindung auf 6.948 Euro, bei einem Faktor von 0,53. 2023 betrug der Unterschied bei den gezahlten Abfindungen noch 21 Prozent, inzwischen sind es 14 Prozent.

Auch die Abfindungsfaktoren haben sich in beiden Landesteilen erhöht: Im Osten stieg der Wert von 0,39 im Jahr 2023 auf 0,49, im Westen von 0,44 auf 0,53. Damit hat sich die Kluft zwischen Ost und West beim Faktor um 0,1 Punkte verringert.

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Männer VS Frauen

Wer erhält eine höhere Abfindung?

Ein auffälliges Ergebnis: Männer erhalten deutlich höhere Abfindungen als Frauen.
Männer: Ø 7.550 Euro, Faktor 0,54
Frauen: Ø 5.387 Euro, Faktor 0,49

Die Unterschiede spiegeln vor allem die strukturelle Einkommenslücke wider, die sich bis in die Abfindungsverhandlungen fortsetzen. Für Frauen ist es daher besonders wichtig, ihre Gleichbehandlungsrechte zu kennen und in Verhandlungen konsequent einzufordern.

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Abfindungshöhe

Abfindungen steigen mit dem Alter

Mit zunehmendem Alter steigen die Abfindung deutlich – ein Effekt aus längerer Betriebszugehörigkeit und höheren Gehältern. So sind im Allright Abfindungsatlas vor allem folgende Muster nach Alter zu erkennen:
20–30 Jahre: Ø 3.975 Euro
30–40 Jahre: Ø 6.168 Euro
40–50 Jahre: Ø 7.868 Euro
50–60 Jahre: Ø 7.947 Euro
60–70 Jahre: knapp 9.900 Euro

Ein interessantes Ergebnis ist auch, dass auch bei steigenden Abfindungen nach Alter, der Abfindungsfaktor relativ stabil bleibt (zwischen 0,46 und 0,55).

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Einkommenshöhe

Abfindungen nach Einkommensgruppen

Interessant ist zudem der Vergleich zwischen den Einkommensschichten. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) unterscheidet hier nach dem sogenannten bedarfsgewichteten Nettoeinkommen: Singles mit einem Nettoeinkommen von unter 1.850 Euro netto sind nach dem IW relativ arm. Der Mittelschicht im engeren Sinne sind Singles zugehörig, die über ein Netto zwischen 1.850 und 3.470 Euro verfügen, wohingegen man ab einem Einkommen von mehr als 5.780 Euro netto nach dem IW als relativ reich gelten.
 
Die Auswertung des Allright Abfindungsatlas zeigt folgende Einblicke in das durchschnittliche Einkommen sowie die dazugehörige Abfindungssumme:
– weniger als 1.850 € Brutto: Ø 2.493 Euro (Faktor 0,64)
– 1.850 – 3.470 € Brutto: Ø 4.508 Euro (Faktor 0,48)
– 3.470 – 5.780 € Brutto: Ø 6.316 Euro (Faktor 0,54)
– mehr als 5.780 € Brutto: Ø 13.952 Euro (Faktor 0,73)

„Beschäftigte mit höherem Einkommen haben in der Regel bessere Ausgangsbedingungen für Verhandlungen im Hinblick auf die absolut verhandelbare Abfindungssumme“, betont der Allright Rechtsanwalt und Arbeitsrechtsexperte Paul Krusenotto. „Gerade hier zeigt sich, dass eine rechtliche Beratung enorme finanzielle Vorteile bringen kann, weil die Hebel für eine überdurchschnittlich hohe Abfindung größer sind.“

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Analyse

Regionale Unterschiede nach Bundesländern

Auch innerhalb Deutschlands gibt es starke Unterschiede. Besonders hoch fallen Abfindungen in wirtschaftsstarken Regionen aus:
Hessen: Ø 9.339 Euro
Bayern: Ø 7.611 Euro
NRW: Ø 7.082 Euro

Am unteren Ende liegen dagegen:
Rheinland-Pfalz: Ø 4.061 Euro
Schleswig-Holstein: Ø 4.874 Euro
Niedersachsen: Ø 5.349 Euro

„Die regionalen Unterschiede spiegeln vor allem die Branchenstruktur wider“, erklärt Krusenotto. „In wirtschaftsstarken Regionen mit viel Industrie und großen Unternehmen, wie in Hessen oder Bayern, fallen die Gehälter höher aus, was sich direkt auf die Abfindungen überträgt. In Bundesländern mit kleineren Betrieben und niedrigeren Einkommen sind die Abfindungen dagegen spürbar geringer.“

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Disclaimer
Alle Angaben zum Abfindungsatlas basieren auf den uns zur Verfügung stehenden Daten. Insgesamt wurden 1.117 interne Daten analysiert. Die Daten sind zuverlässig, erheben jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie erfassen den Zeitraum vom 01.09.2024 bis zum 12.08.2025.